Kennst Du das:
Stressempfindlich? Haarausfall? Infektanfällig gerade jetzt in der Winterzeit? Müde? Leistungsschwach? Schlechte Haut? Unerfüllter Kinderwunsch?
Vielleicht ist es ein Zinkmangel!

Zink ist ein essentielles Spurenelement. Verständlich, dass ein Zinkmangel viele Gesundheitsprobleme verstärkt oder sogar auslöst.  Erfahre, wie Du Zinkmangel mit einer gesunden Ernährung beheben kannst – auch dann, wenn Ihre Ernährung vegan sein sollte.

Zink – Ein essentielles Spurenelement
Zink ist ein essentielles Spurenelement, auf das der menschliche Organismus –  wenn auch nur in kleinen Mengen – angewiesen ist.

Zinkmangel kann jeden treffen
Oft wird behauptet, Vegetarier und ganz besonders Veganer könnten sich mit ihrer Ernährungsweise nicht mit ausreichend Zink versorgen, so dass bei
veganer und oft auch bei vegetarischer Ernährung automatisch ein Zinkmangel drohe. Ja, Zink wird gar als ein „Problemelement“ für Vegetarier bezeichnet.

Zink aus tierischen Lebensmitteln sei nämlich viel besser resorbierbar und verwertbar als Zink aus pflanzlichen Quellen – so heißt es.
Letzteres mag sein. Ich zeige Dir, dass man mit einer veganen und vegetarischen Ernährungsweise trotzdem keinen Zinkmangel riskiert. Im Gegenteil.

Zinkmangel kann jeden treffen – ob er sich nun vegan, vegetarisch oder gemischt ernährt.

Zinkmangel ist nämlich nicht das Ergebnis einer bestimmten Ernährungsrichtung, sondern das Ergebnis einer insgesamt ungünstigen und ungesunden Ernährungsqualität.

Zink befindet sich normalerweise in Lebensmitteln, die reich an Proteinen sind. Und die Proteine sind es auch, die für eine leichte Aufnahme des Spurenelements sorgen. Hohe Zinkwerte finden sich daher in Fleischprodukten und Käse (2 bis 5 mg/100g), aber auch in Getreideprodukten (2 bis 4 mg/100g). Hülsenfrüchte liefern 2 bis 3,5 mg Zink pro 100g.

Spitzenreiter in Sachen Zink sind jedoch – gleich nach den Austern mit 8 bis 9 mg pro Auster, die Ölsaaten, wie z.B. Kürbiskerne (7 mg pro 100 g), Leinsaat und Mohn.

Da man jedoch leichter 100 g Fleisch, Linsen oder Brot essen kann als etwa 100 g Leinsaat oder gar Mohn, relativieren sich hier die hohen Zinkmengen wieder. Früchte und Gemüse hingegen liefern recht geringe Zinkmengen (0,1 bis 1 mg pro 100 g). Doch können von Obst und Gemüse leicht größere Mengen und dann auch größere Zinkmengen verzehrt werden, so dass auch diese Lebensmittelgruppe eine sehr wichtige Zinkquelle darstellt, die leider viel zu oft unterschätzt wird.

Schon allein diese Übersicht zeigt, dass nicht nur Fleisch und Austern Zink liefern, sondern pflanzliche Lebensmittel ebenfalls.

Wie Du Zink aus pflanzlichen Lebensmitteln verwertbar machst:

Hülsenfrüchte und Ölsaaten werden vor dem Verzehr einige Stunden lang – am besten über Nacht – in Wasser eingeweicht und auf diese Weise angekeimt. Der Keimprozess führt dazu, dass im Samen das Enzym Phytase aktiviert wird. Phytase wiederum baut die Phytinsäure ab, so dass diese jetzt das Zink (und andere Mineralstoffe) nicht mehr an sich binden kann.

Bei Getreide verfährt man idealerweise ebenso. Will man das Getreide jedoch zu Mehl mahlen oder zu Flocken verarbeiten, dann wird es kompliziert. Man müsste das gekeimte Getreide erst wieder trocknen, um es in der Mühle weiter verarbeiten zu können, was nicht nur zeit-, sondern auch recht energieintensiv wäre. Flocken aus Keimlingen gibt es inzwischen jedoch auch bereits im Bio-Fachhandel. Und wenn es um Brot geht, dann gibt es zwar ebenfalls auch schon Mehl aus gekeimtem Getreide.
Doch führt genauso eine traditionelle Teigführung (mit Hefe, Backferment oder Sauerteig) zum Abbau der Phytinsäure, so dass ein hochwertiges Vollkornbrot von Deinem Bio-Bäcker eine sehr gute Zinkquelle darstellt.

Eine umfassende Zinkversorgung bringt für Dich viele gesundheitliche Vorteile mit sich.

Bleibe gesund

Stephan