Grosse Mückengefahr in diesem Sommer

Gewaltige Regenfälle und eine darauf folgende Wärmeperiode – wir bekommen ein Mückenjahr. Mückenplage bedeutet ja nicht nur, das wir gestochen werden, das es juckt und beisst: Mücken verbreiten immer öfter auch bei uns gefährliche Krankheiten. Stechmücken vermehren sich in unglaublicher Geschwindigkeit: Bei solchem Wetter gibt es alle zwei Wochen eine neue Mücken-Generation. Deshalb schreibe ich Dir diese Infos zum Thema Mücken: Welche Krankheiten sie verbreiten – und wie Du Dich vor diesen üblen Blutsaugern schützen kannst.

Mücken verbreiten lebensgefährliche Krankheiten

Immer häufiger taucht bei uns die aus Südostasien eingeschleppte Asiatische Tigermücke und die Asiatische Buschmücke auf. Die haben sich inzwischen so akklimatisiert, dass sie sogar überwintern können. Diese Mücken verbreiten die Viren gefährlicher Krankheiten: Malaria, Dengue-Fieber und das meist tödlich endende West-Nil-Fieber. Das Robert-Koch-Institut warnt: „Diese fremden und gefährlichen Mückenarten können sich bei uns wegen des immer wärmer werdenden Klimas ausbreiten und gefährlich werden.“ Besonders im Südwesten Deutschlands wurden schon grosse Mengen dieser gefährlichen Mücken festgestellt. Unter anderem auch der Japanische Buschmoskito. Der kann vor allem das West-Nil-Fieber und die japanische Enzephalitis übertragen.

Infizierte Zugvögel brachten vor Jahren das Amselvirus nach Deutschland. Wird ein infizierter Vogel von einer Mücke gestochen, dann kann dieser Virus durch die Mücke auf den Menschen übertragen werden. Symptome sind Fieber, Kopfschmerzen und Hautausschlag. Bei immunschwachen Personen kann sich sogar eine Gehirnentzündung entwickeln. Inzwischen ist den Forschern bekannt, dass auch 51 einheimische Mückenarten diese Krankheiten übertragen können.

Natürlicher Schutz gegen Mücken

Wir stehen also vor einem durchaus gefährlichen Sommer. Was dagegen hilft? Nur ein konsequenter Schutz vor Mückenstichen kann wirklich helfen. Aber da gibt es ein Problem: Viele Mückenschutzmittel enthalten Chemikalien die Nebenwirkungen verursachen können. Aber zum Glück gibt es auch natürliche Schutzmittel.
Das simpelste Mittel gegen nächtliche Mückenstiche ist das Moskitonetz über dem Bett. Achte darauf, dass es nur eine, gut verschliessbare Öffnung hat – sonst hast Du den sirrenden Quälgeist die ganze Nacht um die Ohren. Lass im Garten keine mit Wasser gefüllten Gefässe (Regentonne) herumstehen. Vogeltränken einmal wöchentlich reinigen und das Wasser täglich wechseln. Auch in wassergefüllten Untersätzen von Blumentöpfen können Mücken brüten. Wenn Du einen Teich hast, dann siedel Raubinsekten an: Libellenlarven, Rückenschwimmer und Wasserwanzen fressen Mückenlarven.

Vermeide blumige Düfte

Wenn Du Sport treibst, dann schwitzt Du. Deine Haut gibt Kohlendioxid und auch Milchsäure ab – das lieben die Mücken. Reibe Dich mit Mückenschutz (Salbe oder Spray) ein und dusche nach dem Sport so schnell wie möglich. Reduziere den Salzverbrauch, denn salzigen Schweiss lieben die Mücken besonders. Wenn Du den Grillabend möglichst mückenfrei geniessen willst, dann trage helle oder weisse Kleidung – das mögen die Mücken nicht.
Mücken stehen auf bestimmte Gerüche. Vermeide Parfüms, Seifen, Körperlotionen oder Sonnencremes die einen fruchtigen, blumigen oder süsslichen Geruch verströmen.

Viele ätherische Öle schützen vor Mücken

Hier einige besonders wirksame Öle gegen die Mückenplage:

  • o Pfefferminze
  • o Zitronengras und Citronella
  • o Lemon-Eukalyptus (eine besondere Eukalyptusart)
  • o Nelkenöl und der Geruch der Duftgeranie

Bitte die Öle niemals pur anwenden, sondern nur verdünnt. Auf 50 ml Basisöl ( Olivenöl eignet sich gut) gebe maximal 5 Tropfen ätherisches Öl. Mit der Mischung mehrmals am Tag einreiben. Wenn Deine Haut empfindlich reagiert, solltest Du vor einer grossflächigen Anwendung die Verträglichkeit auf einem kleinen Fleckchen Haut testen.